
Anwendungsgebiete magnetischer Materialien
Magnetische Materialien sind altbewährte, vielseitig einsetzbare Funktionsmaterialien. Ihre Anwendungsbereiche umfassen Elektronik- und Kommunikationstechnologien, Technologien für erneuerbare Energien, medizinische Geräte, Umweltschutz und Ressourcenrückgewinnung
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Hochdichtes Metallpulver-Spritzgießen (MIM) zeigt bedeutendes Potenzial für Weichmagnetikanwendungen. Obwohl Siliziumzusätze zu Eisen die magnetischen Eigenschaften nicht wesentlich verbessern, erhöhen sie effektiv den spezifischen Widerstand und reduzieren Wirbelstromverluste — ein kritischer Vorteil für Hochfrequenzanwendungen bis 1000 Hz. Ferritische Edelstähle werden in korrosiven Umgebungen eingesetzt, allerdings mit reduzierter Magnetleistung.
Eisenbasierte MIM-Werkstoffe erfordern Sinterdichten >7,4 g/cm³ zur Erfüllung strenger Spezifikationen für Sättigungsmagnetisierung (Bs >1,5 T) und Remanenz (Br >0,8 T). Porositätsgrade <2% sind entscheidend, da vernetzte Poren die Permeabilität (μ) mindern und die Koerzitivfeldstärke (Hc) erhöhen. Sphärische Porengeometrie wird zur Hysteresereduzierung bevorzugt.
Abbildung 1 definiert Kernanforderungen für vergleichbare Eigenschaften zu Umformwerkstoffen:
Industriestandards erfordern Pulververdichtung auf ≥95% theoretischer Dichte mit anschließendem Sintern in trockenem H₂ bei 1260°C (2300°F) für 30-60 Minuten zur Optimierung der Domänenwandbeweglichkeit und Kernverlustcharakteristik (<5 W/kg bei 1 kHz).
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